1965 eröffnete Michael Leier mit Gattin Erna einen SPAR-Markt in Horitschon im Burgenland. 1970 wurde mit der Errichtung eines Betonsteinwerkes in Horitschon begonnen, 1980 folgte ein weiteres Werk in Frauenkirchen. Damit wurde die Baustofferzeugung im Burgenland zum Kerngeschäft.

  Nach Erstkontakten gelang es Anfang der 80er Jahre Maschinen für die Betonsteinerzeugung nach Ungarn zu verkaufen. Dabei wurde das Potenzial des ungarischen Marktes ersichtlich. Es wurde in weiterer Folge die Idee geboren, ein Joint-Venture mit einem ungarischen Partner zu errichten und Betonsteine für den ungarischen Markt zu erzeugen. 1985 wurde der Gesellschaftsvertrag unterzeichnet, die Investition – es handelte sich um ein Green-Field-Investment – getätigt, 1986 der Probebetrieb initiiert und 1987 das erste volle Wirtschaftsjahr mit ausgezeichneten Ergebnissen abgeschlossen. Nun trat gewissermaßen beinahe ein Automatismus ein: Wirtschaftsdelegationen aus Osteuropa gaben sich in dem Joint-Venture in Gönyü bei Györ die Türklinke in die Hand. 

Diese Kontakte ermöglichten schließlich 1988 – also auch noch vor der Ostöffnung! – die erste Unternehmensgründung in Polen: ein Betonsteinwerk in Malbork. Damals herrschte Kriegsrecht und Leier war der erste österreichische Großinvestor in Polen. 1990 kam ein neues Geschäftsfeld in Ungarn dazu – der Autohandel. In diesem Sektor betreibt die Leier Gruppe heute 3 Autohäuser mit den Marken BMW, MINI, SKODA, FIAT und HYUNDAI. 1994 wurde das Baustoffgeschäft um eine wesentliche Sparte ausgeweitet – die Ziegelindustrie. Mit der Übernahme eines Ziegelwerkes im ungarischen Mátraderecske, gelang Leier eine bedeutende Erweiterung des Baustoffsortiments.

 

In Polen verstärkte die Unternehmensgruppe ihr Engagement ab 2000 – in Tarnów wurde ein Ziegelwerk erworben, heute ist dieses Unternehmen das größte Ziegelwerk Europas. 2010 wurde das Ziegelwerk Markowicze in Südostpolen gekauft und in die Leier Gruppe integriert.

Nach und nach kamen neue Märkte dazu – 2004 Slowakei, 2005 Rumänien, 2006 Kroatien, 2015 Ukraine.

  Ebenfalls kam ein weiteres bedeutendes Geschäftsfeld dazu – Immobilien. Aushängeschild in diesem Bereich ist derzeit die Revitalisierung der Friedrich-Kaserne in Györ, die in ein Büro-, Geschäfts- und Wohnviertel umfunktioniert wurde und als Leier City Center Györ weit über die Grenzen der Stadt hinaus Bekanntheit erlangte. Ab 2005 wurde auch in Österreich die Expansion vorangetrieben. Mit der Übernahme von Werken in Kärnten, Niederösterreich und Steiermark gelang es Leier, einzelne Sortimentsbereiche zu erweitern (Pflaster und Gartengestaltung, Marke Kaiserstein) – sowie Durisol-Holzbetonprodukte (Mantelsteine für den Wohnbau und Lärmschutzwände für Straße und Schiene) stellen für die Leier Gruppe eine bedeutende Weichenstellung in Richtung Ökologie und Nachhaltigkeit dar.

Heute lenkt Konzernchef Kommerzialrat Michael Leier mit seiner Familie sowie einigen Top-Führungskräften 40 Werke und Standorte in sieben Ländern – Österreich, Ungarn, Polen, Slowakei, Rumänien, Kroatien, Ukraine – in den Geschäftsfeldern Baustoffindustrie, Autohandel, Immobilien und einigen zusätzlichen Aktivitäten.

Die Mitarbeiterzahl beträgt aktuell rund 2000 in der Saisonspitze.

Rückblickend auf den vergangenen 50 Jahren, sind wir sehr stolz dieses Familienunternehmen Schritt für Schritt international und erfolgreich aufgebaut und geführt zu haben.

Für die Zukunft liegen Ideen, Pläne und Visionen bereit, die weiterhin für ein gesundes, langfristiges und nachhaltiges Wachsen der Leier Gruppe sorgen sollen.

Bilder 50 Jahrfeier