Baustofferzeuger Michael Leier wirft gemeinsam mit Staatssekretär aus dem Wirtschaftsministerium, Dr. Peter Ziga und Landeshauptmann, Dr. Peter Chudik das neue Ziegelwerk an
2009-09-14
Horitschon. „Wir sind in eine schwierige Zeit hinein gekommen", sagt Leier Baustoffe-Konzern-Chef Michael Leier. Die Wirtschaftskrise hat ihn aber nicht abgehalten, auf seinen vor Jahren erworbenen Ziegelgründen im ostslowakischen Petrovany um rund 30 Millionen € das „ modernste Ziegelwerke Europas" hinzustellen. Diesen Freitag war die große Eröffnung, der rund eine halbe Autostunde von Kosice gelegenen Leier-Fabrik.
Künftig werden 160 Millionen Ziegeleinheiten produziert. Das sind rund 1000 Paletten Ziegel pro Arbeitstag. Damit könnte man 25 Einfamilienhäuser bauen - oder aufs Jahr gerechnet fast 7000 Häuser. Zu viel für den slowakischen Markt. „Diese Mengen kann der Markt unmöglich aufnehmen."
Doch Leier hat mit seinem ersten Produktionsbetrieb in der Slowakei sowieso größeres vor. „Wir haben das Werk für den Export gebaut", sagt er. Rund 50 Prozent der Ziegel-Erzeugung soll in die Ukraine, Polen, Ungarn und Rumänen gehen. Vor allem in der Ukraine, sei der Nachholbedarf groß - groß seien dort aber auch noch die Handelshemnisse durch Schwierigkeiten mit den Behörden.
Der Chef des burgenländischen Familienunternehmens glaubt aber an die Kraft der Ostmärkte. Leier ist dort seit 1985 aktiv: Anfangs in Ungarn, später kamen Polen, Rumänien und Kroatien dazu. Die Slowakei ist das sechste Land auf der Leier-Karte, inklusive des Heimarkts Österreich. Das jüngste „Kind", Petrovany, ist bereits der 34. Fusstapfen, den der Familienunternehmer Michael Leier in Zentraleuropa gesetzt hat. 110 Mitarbeiter hat Leier in Petrovany, wo im nächsten Jahr rund 15 Millionen € umgesetzt werden sollen. Leier hofft, „dass sich das Werk in zehn, zwölf Jahren rechnet". Was verdient wird, bleibe in der Region und im Land. „Das ist unsere Firmenkultur."
Weitere Investments
Zu weiteren Investments werde es kommen, betont Leier schon jetzt. Einerseits ins Ziegelwerk andererseits „sei man Vollbaustofferzeuger und könne sich auch ein weiteres Betonsteinwerk vorstellen." Und konkret? „Es gibt schon Gespräche in diese Richtung,", bekennt Leier.
Jetzt wolle das Familienunternehmen aber das Jahr gut abschließen. Das Halbjahr brachte laut Leier-Finanzchef Friedrich Ebner 85 Millionen € Umsatz und ein EBIT von 6,1 Millionen €. „Aus heutiger Sicht werden wir heuer knapp unter dem Jahr 2008 zu liegen kommen. Aber mit einem Ergebnis im zweistelligen Bereich ."
Obwohl auch Leier die Krise ein bisschen in den Zahlen spürt, sind die Burgenländer motiviert und voll Tatendrang: „Heuer wird das drittbeste Jahr der Firmengeschichte," sagt Ebner.
Quelle: wirtschaftsblatt.at - Hans Pleininger
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/unternehmen/burgenland/389208/index.do
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